KW 19: Kapelle fertig, Fahrradstraße nur auf dem Papier, FiV gesucht

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Liebe Leser, die Kapelle der Kaiser-Willhelm-Gedächtniskirche ist fertig, doch das Haus bleibt eine Großbaustelle. Die Renovierung kann gut und gerne noch 15 Jahre dauern und weitere 10 Millionen Euro kosten. Solche Überlegungen fallen beim letzten Wohnhaus des Prinzen Louis Ferdinand jedenfalls nicht an: Die Familie lässt das schmucklose Gebäude abreißen. Fahrradfahrer fordern in der Prinzregentenstraße ihr Recht ein und können in der Uhlandstraße womöglich bald eine Bevorzugung bei den Ampelphasen erwarten. Logisch, dass ihre natürlichen Feinde, die Autofahrer, das nicht lustig finden. Viel Spaß beim Lesen!

\ CHARLOTTENBURG-WILMERDORF AKTUELL /

Kapelle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wiedereröffnet. 16 Monate lang wurde die Kapelle der Kirche fertig saniert, ihre Fassaden leuchten wieder hell. Doch die Baustelle bleibt. Das Gebäude wird seit 12 Jahren renoviert – und der Prozess könnte noch 15 weitere Jahre in Anspruch nehmen.  Sechs Millionen Euro flossen bisher in die umfassende Renovierung. Mit Geldern von Bund, Land, Lotto und Spendern. Zehn Millionen Euro sind wohl noch notwendig, um die Arbeiten abzuschließen.
tagesspiegel.demorgenpost.debz-berlin.de

Wenn die Fahrradstraße nur auf dem Papier existiert. Die Prinzregentenstraße verbindet Friedenau mit der City-West und ist zwischen Wexstraße und Prager Platz seit 2010 eine Fahrradstraße. An jeder Kreuzung steht, dass außer Radlern nur Anlieger fahren dürfen. Abkürzen ist kein Anliegen im Sinne der StVO. Nachdem das Netzwerk fahrradfreundliches Charlottenburg-Wilmersdorf – ein lokaler Ableger des Fahrradvolksentscheids – für den südlichen Abschnitt 97 Prozent illegalen Durchgangsverkehr ermittelt hat, war eine Demo für „eine echte Fahrradstraße“ fällig. Vergangene Woche blockierten die Fahrradfahrer dann die Straße für Autos. tagesspiegel.debz-berlin.de

Hohenzollern-Haus wird abgerissen. An der Koenigsallee im Villenviertel Grunewald wird gerade das Haus abgerissen, in dem Preußen-Prinz Louis Ferdinand (1907–1994), Enkel von Kaiser Wilhelm II., gelebt hatte. Michaela Blankart, Sprecherin der Generalverwaltung der Hohenzollern-Familie bestätigte den Vorgang und fügte hinzu: „Das Grundstück, das Louis Ferdinand damals gekauft hat, bleibt im Besitz der Familie, anstelle des Einfamilienhauses wird aber jetzt ein Mehrfamilienhaus gebaut. Die genauen Pläne werden wir demnächst vorstellen.“
bz-berlin.de

Frau in Verantwortung gesucht. Gesucht wird für die Auszeichnung des Bezirks eine Frau aus Charlottenburg-Wilmersdorf, die Führungsqualitäten besitzt, die Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt, sich für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern einsetzt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aktiv fördert. Bewerbungen können bis zum 30. Juni eingereicht werden. berlin.de
Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten: Neuer Standort für den Leistungsbereich. Von Mitte Mai an werden die Geflüchteten ihre Geld- und Sachleistungen an der Darwinstraße in Charlottenburg erhalten. morgenpost.de
Streik! Am Montag legten Mitarbeiter des Zoos und des Tierparks für zwei Stunden ihre Arbeit nieder. bz-berlin.de
Gedenken an Benno Ohnesorg. Der Student starb am 2. Juni 1967 in der Krummen Straße 66 (heute Schillerstraße 29) durch eine Polizeischuss. Mit einer angemessenen Ehrung tut sich die Stadt schwer. tagesspiegel.de
Buch: Die Kantstraße. Vom preußischen Charlottenburg zur Berliner CITY WEST. Das neue Buch von Birgit Jochens erschien am Donnerstag . berlin.de

Räuber gestoppt. Couragierten Zeugen ist es zu verdanken, dass Polizisten am Mittwoch einen mutmaßlichen Räuber auf einem U-Bahnhof in Wilmersdorf festnehmen konnten. Kurz nach 22 Uhr soll der 16-Jährige im U-Bahnzug der Linie U9 einer 52-jährigen Frau die Handtasche vom Schoß gerissen haben und anschließend aus dem wartenden Zug auf den Bahnsteig des U-Bahnhofs Güntzelstraße gerannt sein. Die Frau lief dem Jungen nach, der ihr daraufhin ins Gesicht schlug. Zeugen griffen ein und hielten den jungen Räuber fest, bis die Beamten eintrafen.
berlin.de

Grüne Welle für Radfahrer. Nach der Belziger Straße in Schöneberg will der Senat das bis zum Sommer auch in der Uhlandstraße zwischen Lietzenburger und Berliner Straße umsetzen. Angekündigt wurde das Vorhaben auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tino Schopf. Die Autofahrerlobby reagiert wenig überraschend mit Skepsis: „Dann werden Autofahrer länger rot sehen. Wir sehen das Projekt kritisch“, lässt sich ADAC-Verkehrsleiter Jörg Becker von der B.Z. zitieren.
bz-berlin.de

\ SPORT /

Berliner Kellnerlauf.3500 Menschen sahen zu, wie Köche, Kellner, Barkeeper und Pagen den 400 Meter langen Parcours am Kurfürstendamm bewältigten. Das ist neuer Zuschauerrekord. Berlins schnellste Kellnerin ist in diesem Jahr Luise Hartmann vom Traffic Club am Alexanderplatz. Schnellster Kellner wurde Patrick Sühling vom Restaurant Panama in Schöneberg. Bei den Barkeepern hatte am Ende Pedro-Pascual Silvera vom Sofitel Berlin Kurfürstendamm die Nase vorn. Zwei Gewinner von 2016 konnten ihre Titel verteidigen: Yusuf Baskaraca vom Sofitel Berlin Kurfürstendamm ist erneut schnellster Koch der Hauptstadt. Efstathios Stathiadis vom Hotel de Rome ist wie schon im Vorjahr der schnellste Page.
morgenpost.debz-berlin.de

Olympia ´36: Schnappschüsse. Ein Fotoband mit Amateurfotos von Olympia 1936 eröffnet eine neue Perspektive auf die Spiele von Berlin und ihren Alltag. tagesspiegel.de

\ ZAHL DER WOCHE /

Mit 3.000 liegt fast die Hälfte der knapp 7.000 Stolpersteine Berlins in Charlottenburg-Wilmersdorf. Jeder einzelne stünde für ein individuelles Schicksal, sagte Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) anlässlich der Verlegung sechs neuer Stolpersteine in der Mommsenstraße 47, die an das Schicksal der Familien Nathan und Alexander erinnern. Mit ihrer Verlegung „werden Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum gesetzt, die auch Zeichen für die Verantwortung sind, die wir und unsere Kinder für diesen Teil der deutschen Geschichte tragen“.
morgenpost.de

\ STADTLEBEN /

Das Käthe-Kollwitz-Museum muss bleiben! fordert ihr Urenkel. Dem emotionalen Beitrag von Arne Kollwitz gingen Überlegungen voraus, das Käthe Kollwitz Museum von seinem Standort zu verdrängen, um darin ein Exilmuseum zu installieren. Er schreibt: „Ohne das private Käthe-Kollwitz-Museum Hans Pels-Leusdens in der Fasanenstraße würde es bis heute in ihrer Heimat- und Hauptstadt keinen Erinnerungsort an meine Großmutter geben, diese in der Nazizeit verfemte, international anerkannte große Berliner Künstlerin.“
tagesspiegel.de

Spreegold im Bikini. Im hippen Berliner Osten sind ihre drei „Spreegold“-Restaurants längst Kult. Warum wollen Ralf Steinacker und sein Geschäftspartner Mirko Zarnojanczyk  nun ausgerechnet an die Budapester Straße, mitten im alten Westen der Stadt eine Filiale eröffnen? „Weil die Gegend nahe dem Zoo bald wieder zum zentralen Ort Berlins wird“, versichert Steinacker.
morgenpost.de

Neue Restaurants im Bezirk. Der Tagesspiegel gibt einen Überblick über die kulinarischen Neueröffnungen im Frühjahr dieses Jahres. Im Bezirk werden das „Vino Greco“ und das „Mine/Wine“ in Charlottenburg, sowie das „Benedict“ in Wilmersdorf vorgestellt.
tagesspiegel.de

Neuer Volkspark soll am Westkreuz entstehen. In den Gleisbrachen nördlich und südlich der Stadtbahntrasse, im stadtinneren Bereich des Bahnhofs Westkreuz, zwischen Dernburg- und Heilbronner Straße wollen  Bezirksamt und Senat einen Naherholungsort entwickeln. Wenn der Flächennutzungsplan in diesen Wochen geändert wird, dürfte die Verwendung des Areals als öffentliche Grünfläche besiegelt sein. Derzeit befasst sich damit der Stadtentwicklungsausschuss des Berliner Senats. Und dort dürften die Fraktionen kaum anders abstimmen als in der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf (BVV).
morgenpost.deberlin.de

William Klein im C/O. Das C/O Berlin zeigt erstmals in Deutschland eine Übersicht zum changierenden Werk des 88-jährigen Fotografen, der sich noch heute ungern in eine künstlerische Schublade stecken lässt. Die bewegte Ausstellungsarchitektur folgt dem „All over“-Prinzip, dicht an dicht, über- und untereinander folgt hier Foto an Foto, gleich daneben extrem vergrößerte Kontaktbögen knallbunt übermalt wie ein abstraktes Bild. Starke Stadtporträts wechseln mit strengen Mode-Aufnahmen für die „Vogue“. Und mittendrin laufen auf frei schwebenden Screens die Filme. Ein visuell überwältigender Bilderfluss.
imwestenberlins.de

Friedensdemo. Am kommenden Sonntag wollen mehr als 40 meist jüdische Organisationen eine große Parade in Berlin abhalten. Anlass ist das jüdische Fest „Lag baOmer“. Die Veranstaltung findet statt unter dem Motto: „Jüdischer Demonstrationszug für Frieden und Toleranz“. Los geht es um 13 Uhr auf dem Adenauerplatz in Charlottenburg. morgenpost.de
Soul: Mike Russell´s Funky Soul Kitchen. Mit Gastsängerin Rubini Zöllner. Freitag, 12. Mai, 22 Uhr im Quasimodo. quasimodo.de
185. Kiezspaziergang. Mit Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann vom U-Bahnhof Halemweg bis zum Familienzentrum am Heckerdamm 242. Samstag, 13. Mai, 14 bis 16 Uhr. berlin.de
Hip-Hop-Maskenball. Hinter der Maske zu Hip-Hop-Tunes Kopfnicken. Samstag, 13. Mai, 23 Uhr im Puro. facebook.com
Letzte Vorstellung: Kopfkino. Ein musikalisches Filmprojekt. Oder ein filmisches Musical. Von Thomas Zaufke (Musik) und Peter Lund (Text).  Vorstellungen noch am Freitag, Samstag und Sonntag, 12., 13. und 14. Mai, jeweils 20 Uhr in der UDK. udk-berlin.de
Jazz: Michael Gechter & Friends. Berliner Formation zwischen Rock und Jazz. badenscher-hof.de

Wir wünschen Ihnen eine swingende Woche. Wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf charlottenburg-wilmersdorf-journal.de erledigen.

 

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